In Anbetracht des zu erwartenden weiter steigenden Strompreises einerseits und der fallenden Einspeisevergütung für eigenerzeugte Energie andererseits streben immer mehr Stromkunden eine Eigenversorgung durch beispielsweise eine Photovoltaikanlage (in Kombination mit einem Speichersystem) an. Doch was, wenn das eigene Dach aufgrund nicht vorhandener Sonneneinstrahlung für eine Photovoltaikanlage ungeeignet ist, die Wohnung und so das Dach nur gemietet ist, oder schlicht die Installation eines Eigenversorgungssystems nicht leistbar ist?

Quelle: A. Eberhardt and S. Schramm, "Mit dem Kabel über den Zaun," PV Magazine, no. 3, pp. 55-57, 2015.
Quelle: A. Eberhardt and S. Schramm, “Mit dem Kabel über den Zaun,” PV Magazine, no. 3, pp. 55-57, 2015.

Die sogenannte Private Netzkopplung bietet hierfür eine private elektrische Kopplung von weiterhin netzgekoppelten Haushalten und ermöglicht es, die im Moment überschüssige, von der Erzeugungsanlage generierte und nicht im eigenen Haus verbrauchte Energie, einer oder mehreren anderen Hausparteien zur Verfügung zu stellen. Somit kann deren (teurer) Energiebezug aus dem Netz auch ohne eigene Erzeugungsanlage (und Speichersystem) verringert und gleichzeitig die Eigennutzungsquote und somit die Stromvergütung der benachbarten regenerativen Erzeugungsanlage gesteigert werden.